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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Die konjunkturelle Dynamik hat sich selbst verlangsamt. Das Bruttoinlands nahm im Jahr 2019 preisbereinigt um 0,6 % zu. Die privaten Konsumausgaben blieben eine verlässliche Stütze der Binnenkonjunktur. Die merkliche Erhöhung des verfügbaren Einkommens bei. Das Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich 2019 gegenüber dem positiv Vorjahr verändert und bleibt spürbar von den langjährigen Durchschnitts. Das Preisklima ist weiterhin relativ ruhig. Im Schnitt lag die Inflationsrate im Jahr bei 1,4 % (Quelle: BMWi Pressemitteilung vom 15.01.2020).

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und der Weltwirtschaft war 2019 positiv, aber nicht so stark wie in Deutschland und aufgrund der zunehmenden Bedeutung globaler Handelshenhen deutlich verhaltener. 

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im März und April 2020. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben eine Rezession ausgelöst. Der Einbruch ab Mitte März im Zuge des harten Shutdown war so krasse, dass das produkt Bruttoinlands bereits im Durchschnitt des ersten Quartals um 2,2 % gegenüber dem Vorquartal abnahm. Mit der Reduzierung der sozialen Kontakte und der Einbruch der binnenwirtschaftlichen und der ausländischen Nachfrage sowie der Unterbrechung der Lieferketten wurden die privaten Konsumausgaben, aber auch die Ausfuhren und die Investitionen in Ausrüstungen erheblich. (Quelle; BMWi Pressemitteilung vom 15.05.2020).

Markt für Consumer Electronics

Ebenso wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung waren auch die für MEDION relevanten Marktsegmente insgesamt von einer positiven Entwicklung geprägt.

Die Umsatzentwicklung im deutschen Markt für Home Electronics-Produkte - dargestellt im HEMIX, Home Electronics Market Index – war im Gesamtjahr 2019 mit 0,6 % leicht positiv. So wurde 2019 ein Umsatzvolumen von € 42,6 Mrd. erreicht. Der Umsatzzuwachs ist auf die positive Entwicklung der Produktsegmente privat genutzte IT-Produkte sowie Elektrogroß- und Kleingeräte zurückzuführen, während die klassische Unterhaltungselektronik und die privat genutzten Telekommunikationsprodukte insgesamt rückläufig waren. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik steht für 2019 ein Umsatzminus von 5,6 % auf € 8,8 Mrd. zu Buche (Quelle: gfu.de/markt-zahlen/hemix/).

Unveränderte Basis für die Marktentwicklung ist die immer mehr zunehmende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzt.

TV und Audio

Den größten Umsatzanteil der klassischen Unterhaltungselektronik stellt mit € 3,7 Mrd. der TV-Bereich. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr weist einen Rückgang um 9 % auf. Der Trend zu größeren Bilddiagonalen und gut ausgestatteten Geräten hat sich 2019 dennoch weiter fortgesetzt. Geräte mit Bildschirmen von 45 Zoll (94 cm) und größer stellen mit € 2,7 Mrd. (73 %) den größten Umsatzanteil dar. 88 % des Umsatzes entfielen 2019 auf UHD-TV-Geräte mit einer Auflösung von 8 Mio. Bildpunkten. Mit 4,4 Mio. wurde die Stückzahl dabei um 20 % gesteigert. TV-Geräte mit OLED-Technologie konnten 2019 einen Umsatz von € 571 Mio. erzielen, ein Zuwachs um 11 %. Der Absatz stieg um 26 % auf 306.000 Stück (Quelle: gfu.de/markt-zahlen/hemix/).

Seine positive Entwicklung der Vorjahre setzte auch 2019 der Bereich Soundbars mit einem Umsatzzuwachs von 12,8 % fort. Mit einem Absatzplus von 13,2 % wurde bei der Stückzahl erstmals die Millionengrenze (1,06 Mio. Stück) überschritten. Erneut erfolgreich war mit einer Umsatzsteigerung um 35,5 % auf € 1,38 Mrd. auch das Segment Audio-/Video-Zubehör. Dabei erreichten die Kopfhörer insgesamt eine Stückzahl von 14,6 Mio. (+15 %) und einen Umsatz von € 932 Mio. (+61,2 %). Maßgeblich dafür sind die neuen „wireless“ Modelle mit drahtloser Bluetooth-Signalübertragung. Empfänger für Digitalradio (DAB+) verzeichneten in 2019 einen Stückzahlzuwachs um 6,6 % auf 1,5 Mio. Geräte. Der Umsatz stieg dabei auf € 219 Mio. (+ 0,4 %) (Quelle: gfu.de/markt-zahlen/hemix/).

Desktop-PC, Notebook und Tablet

Alle drei PC-Sparten verzeichneten in 2019 ein Umsatzplus. Die Tablet-PCs konnten um 12,2 % auf € 1,4 Mrd. zulegen, bei einem Stückzahlrückgang um 0,3 % auf knapp 4,1 Mio. Stück. Knapp 4 Mio. Notebooks (-0,4 %) wurden 2019 verkauft. Dies bedeutet € 2,8 Mrd. Umsatz, eine Steigerung um 2,5 %. Desktop-PCs erreichten einen Absatz von 1 Mio. Stück (+8,8 %) bei einem Umsatz von € 824 Mio. (+9,2 %) (Quelle: gfu.de/markt-zahlen/hemix/).

Smartphones

Smartphones generierten zwar den nach wie vor größten Umsatz im Segment Consumer Electronics, mussten aber 2019 einen Rückgang hinnehmen. Der Umsatz fiel um 3,5 % auf € 10,9 Mrd. die verkaufte Stückzahl lag bei 22,1 Mio. Stück (-4,2 %). Der Durchschnittspreis der Smartphones stieg 2019 dennoch weiter auf € 492 (+0,7 %). Wearables konnten 2019 ihr Wachstum fortsetzen. Mit einem Plus von 36,5 % bei der Stückzahl auf 5,6 Mio. wurde ein Umsatz von € 940 Mio. (+38,1 %) erreicht (Quelle: gfu.de/markt-zahlen 2019/hemix/).

Vertriebskanäle

Die Umsätze im deutschen E-Commerce für das abgelaufene Jahr 2019 sind über alle Warengruppen inclusive der CE-Produkte stark angestiegen. Mit € 72,6 Mrd. ist der Bruttoumsatz mit online bestellten Waren um 11,6 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit bleibt der Online-Handel der Wachstumstreiber des deutschen Handels.

Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Multichannel-Händler mit einem Plus von 13,3 % auf € 25,7 Mrd. Dabei blieb das Wachstum der Online-Shops der stationären Händler mit 8,2 % deutlich hinter dem Marktniveau zurück.

Betrachtet man die Merkmale der verschiedenen Versendergruppen, so hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig geändert. Online-Marktplätze machten 47,0 % der E-Commerce-Umsätze aus. 35,0 % der Umsätze fielen auf Multichannel-Händler und 15,0 % auf Internet-Pure-Player.

Mit einem Umsatzanstieg um 10,7 % gelingt es den reinen Online-Händlern, die € 10 Mrd. Umsatzmarke deutlich zu überschreiten (alle vorgenannten Zahlen aus der KPMG Studie: Entwicklung Einzelhandel 1/2020).

Mobilfunkdienstleistungen

Zum Jahresende gab es ca. 140,8 Mio. aktive SIM-Karten der Netzbetreiber. Das sind 3,8 Mio. (+2,8 %) mehr als im Vorjahr und im Durchschnitt 1,7 SIM-Karten pro Einwohner. Der Zugang zu 4G und 5G Netzen besteht bei 57,5 Mio. SIM-Karten, nur 2G und 3G Netze können 83,3 Mio. der SIM-Karten erreicht werden. Das Datenübertragungsvolumen wuchs im Mobilfunkbereich in Deutschland um rd. 62 %. Das bedeutet Ende 2019 ein Plus in Höhe von 1,6 Mrd. GB auf 4,2 Mrd. GB. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte betrug 2019 mit 2,5 GB pro Monat ca. 58,6 % mehr als in 2018 (Quelle: dialog-consult.com/pdf/Dialog_Consult_Newsletter_201902).