MEDION International

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Porträt

Die MEDION AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment „Prime Standard“ im regulierten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt. Mehrheitsaktionär mit rund 80 % ist der ebenfalls börsennotierte Lenovo-Konzern (gelistet seit 1994 an der Börse in Hongkong und in den USA). Lenovo ist seit 2012 der weltweit größte PC-Hersteller. MEDION ist seit einem freiwilligen Übernahmeangebot im Juli 2011 Teil der internationalen Lenovo-Gruppe. MEDION wird dabei auf der Berichtsebene als Teil der EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) von Lenovo geführt. Lenovo ist mit zwei Mitgliedern im Aufsichtsrat der MEDION AG vertreten. Seit dem Börsengang von MEDION in 1999 führen unverändert Gerd Brachmann und Christian Eigen als Vorstandsmitglieder die MEDION AG.

MEDION-Geschäftsmodell

Das seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Die Kernkompetenz ist dabei die Entwicklung und der Vertrieb von Computer- und Multimedia-Produkten wie Notebooks, PC-Systemen, Monitoren, Smartphones und Tablets. Hierzu zählen auch die MEDION-Smart-Home-Bausteine, mit denen die Kunden Hausautomation selbst nachrüsten können. Unterhaltungselektronik wie LCD-Fernseher, Internetradios und Bluetooth-Lautsprecher sowie Haushalts- und Gesundheits-Produkte sind weitere Felder, in denen MEDION über jahrzehntelange Erfahrung verfügt.

Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation (MEDIONmobile), Fotoservice, Software-Downloads, Musik-Plattformen und Online-Dienste und vertreibt ausgewählte Produkte im Online-Handel.

MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service - managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern stattfinden.

Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und nutzerorientierten Multimedia-Produkten im preisgekrönten Design und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten nationalen und internationalen After-Sales-Service.

lenovo

Lenovo ist ein Computertechnologie-Konzern und mit einem Umsatz von über USD 45 Mrd. der größte PC-Anbieter der Welt mit einem weltweiten Marktanteil von zuletzt 22,4 % (Q3 2016/2017, IDC, Lenovo). Der Konzern beschäftigt ca. 60.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern und hat Kunden in mehr als 180 Ländern. Die in Hongkong und New York börsennotierte Lenovo gehört zu den „Fortune Global 500“-Unternehmen und hat ihre Hauptniederlassungen in Peking (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Lenovo unterhält große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai, Shenzhen (China) und Morrisville (USA) sowie Fertigungsanlagen in aller Welt, von Greensboro, North Carolina (USA) über Monterrey (Mexiko) bis Indien, China und Brasilien. Lenovo ist seit vielen Jahren durch Übernahmen und seine Geschäftserfolge der am schnellsten gewachsene große PC-Hersteller der Welt. Darüber hinaus entwickelt Lenovo eine breite Palette von Computertechnologien, neben den klassischen Desktop-PCs und Notebooks - insbesondere für den Business Bereich - auch Smartphones und Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien und hat seine Geschäftsbasis durch den Erwerb der x86-Server-Sparte von IBM sowie den Kauf der Motorola Mobility Services nochmals verbreitert. Das Lenovo Geschäft wird in die Segmente „PC und Smart Devices“, „Mobile Business“ (Smartphones) und „Data Center“ (Server) untergliedert. In 2016 baute Lenovo die Partnerschaft mit SAP aus, um flexible Cloud-Lösungen zu entwickeln und startete eine Partnerschaft mit Nutanix, um alle Rechenzentren der Welt mit sogenannter unsichtbarer Infrastruktur auszustatten. Lenovo arbeitet gemeinsam mit Google an der Entwicklung mobiler Produkte mit 3D-Bewegungserfassung und Tiefenerkennung.

Lenovo hat neben den unternehmerischen Zielen insbesondere auch eine Kernkompetenz für das Management von Übernahmen entwickelt, die es bei nachfolgenden Unternehmenszusammen-schlüssen und Joint-Ventures angewendet hat. 2011 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit NEC und wurde so zur Nr. 1 unter den PC-Herstellern in Japan. Im gleichen Jahr übernahm Lenovo MEDION und ist seit dem im PC Consumer Bereich die Nr. 1 in Europa. 2012 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit EMC2 für Server und Unternehmenslösungen und übernahm Stoneware, eine cloudorientierte Softwarefirma. Lenovo hat in 2012 CCE übernommen, einen führenden Anbieter von Verbraucherelektronik in Brasilien. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat Lenovo das weltweite x86-Server-Geschäft von IBM erworben und auch wesentliche Teile des international operierenden Herstellers von Mobiltelefonen, Motorola. All diesen Schritten gemeinsam ist, dass sie Wachstum fördern und neue Synergien ermöglichen sowie neue Märkte und Produktkategorien schaffen, die den Geschäftserfolg von Lenovo als Ganzes steigern sollen.

Grafik Unternehmen Lenovo

Lenovo ist der Ansicht, dass ein wirklich globales Unternehmen in der Lage sein muss, von neuen Ideen und Chancen schnell zu profitieren, unabhängig davon, wo diese entstehen, und hat seinen weltweiten Betrieb dementsprechend organisiert. Dadurch, dass Lenovo auf einen herkömmlichen Hauptsitz verzichtet und stattdessen auf Kompetenzzentren in der ganzen Welt setzt, nutzt Lenovo seine Ressourcen optimal, um Produkte auf effiziente Weise zu entwickeln. Dazu gehört auch die Nutzung dezentraler Produktionsstandorte.

Durch die geografisch aufgeteilte Struktur und die organisatorische Aufteilung nach Produktkategorien ist Lenovo näher an seinen Kunden und kann schnell auf Innovationen und lokale Marktanforderungen reagieren. In diese strategische und regionale Ausrichtung ist auch MEDION eingebunden.

Ob PC, Smartphone, Tablet-PC, Smart-TV, Server, Workstation oder Speicher, Lenovo stellt die Produkte her, die Kunden benötigen, sowohl intelligent vernetzte als auch Infrastrukturgeräte. Mit seinem vertikal integrierten End-to-End-Geschäftsmodell hebt sich Lenovo deutlich von seinen Mitbewerbern ab. Dieses Modell liefert einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, durch den Lenovo mehr Innovationen auf den Markt bringen will um die Chancen des „PC+“-Marktes und zukünftiger Cloud-Angebote effizienter und offensiver nutzen zu können.

Parallel zu seiner weltweiten Expansion stärkt Lenovo auch seine Verwurzelung in jedem der großen Märkte, indem es nicht nur in Vertrieb und Distribution, sondern auch in die regionale, inländische Fertigung, in F&E und andere wichtige Bereiche investiert. So soll die Strategie „Protect and Attack“ noch umfassender umgesetzt werden und die Grundlage für langfristigen Erfolg geschaffen werden. MEDION ist in die weltweite Strategie einbezogen und kann insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, weltweite Beschaffung und strategische Neuausrichtung mit Lenovo zusammenarbeiten.

Gesellschaftsrechtliche Verbindung von lenovo und MEDION

Lenovo hält zum 31. März 2017 einen Anteil von 79,83 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,55 % erhöht.

Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert.

Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, gegenwärtig, wie zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, € 0,69 je Aktie.

Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen. In dem Spruchstellenverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Ausgleichszahlung und Abfindungsangebot ist im Geschäftsjahr 2016/2017 keine gerichtliche Entscheidung ergangen.